Dieses Rezept stammt aus "wirtschaftliche und geschickte Wiener Köchin" von 1873.
Kleine Semmeln werden halbfingerdick scheibenweise geschnitten, in Milch getaucht, wenn sie angezogen haben, in abgeschlagenen Eiern umgedreht und mit Semmelbröseln bestreut in gutem Schmalz hochgelb gebacken, um das Gemüse damit zu belegen.
Ich habe einen Moment gebraucht, um zu verstehen, dass es sich hierbei ganz sozusagen um panierte Brotscheiben handelt. Bisher beinhalten alle Rezepte Eier. Offenbar scheint das früher ein häufig genutztes Nahrungsmittel gewesen zu sein.
Eigentlich ist das Rezept relativ einfach zu lesen. Ich habe es trotzdem nochmals kurz etwas leserlicher zusammengefasst. Beim Wort "backen" war ich mir nicht sicher, ob damit eigentlich unser neuzeitliches "braten" gemeint ist. Ich bleibe jetzt aber mal bei der ursprünglichen Bedeutungsweise.
Ein paar Scheiben Brot
Etwas Milch
1 Ei
Semmelbrösel oder Paniermehl
Butter
Brot schneiden und in Milch tauchen, bis es sich vollgesogen hat. Das Ei schlagen. Die Brotscheiben in der Eiermasse und anschliessend in den Semmelbröseln oder dem Paniermehl wenden. Eine backofenfeste Form mit Butter bestreichen, einige Butterstückchen zugeben und die Brotscheiben hineingeben. Das ganze einige Minuten backen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen